Krieg in der Stadt Gottschee 

Der Krieg – Kampf um die Stadt Gottschee 

Nach dem Zusammenbruch Jugoslawiens im April 1941 entstand in Slowenien die Befreiungsfront. Bereits im Mai 1941 wurde auch in Gottschee ein Bezirksausschuss gegründet, der den bewaffneten Widerstand vorbereitete. Während die Gottscheer noch im Gebiet lebten, erschwerte ihre Anwesenheit die Ausbreitung der Partisanenbewegung.

Nach der Umsiedlung der Gottscheer im Jahr 1941 entstanden im Frühjahr 1942 die ersten Partisaneneinheiten im Hornwald. Am 9. Mai 1942 wurde die Enteignung des Vermögens der umgesiedelten Gottscheer beschlossen. Der Hornwald entwickelte sich zu einem wichtigen Stützpunkt der slowenischen Partisanen.

Im Sommer 1942 begann eine groß angelegte Offensive der italienischen Armee gegen die Partisanen. Zahlreiche Dörfer im Raum Gottschee wurden dabei niedergebrannt, die Führungsstäbe der Partisanen blieben jedoch unentdeckt.

Nach dem Zusammenbruch Italiens im September 1943 übernahmen die Partisanen große Teile des Gebietes. In der Stadt Gottschee trat eine slowenische Volksversammlung zusammen, die einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum späteren föderativen Jugoslawien darstellte.. 

Bereits im Oktober 1943 besetzte die deutsche Wehrmacht die Stadt Gottschee. 
Vom 9. bis 12. Dezember 1943 kam es zur Schlacht um Gottschee. Die XIV. Partisanendivision griff die von deutschen Truppen und slowenischer Heimwehr verteidigte Stadt an. Die Kämpfe konzentrierten sich auf das Auersperg-Schloss. Erst das Eintreffen deutscher Verstärkungen aus Laibach zwang die Partisanen zum Rückzug. Das Schloss, das Marienheim, das Bergwerk, die Fabrik „Triglav“ sowie zahlreiche Wohnhäuser wurden schwer zerstört.

Auch 1944 blieb Gottschee Frontgebiet. Es kam immer wieder zu Gefechten und Partisanenangriffen. Mehrere alliierte Luftangriffe im November 1944 sowie zwischen Februar und April 1945 verursachten erhebliche Schäden an Bahnanlagen, Fabriken und öffentlichen Gebäuden.

Am 3. Mai 1945 begann die XV. Partisanendivision den letzten Angriff auf Gottschee. Nach dem Rückzug der deutschen Truppen besetzten die Partisanen am 5. Mai 1945 die Stadt und übernahmen die Verwaltung. Damit endete der Krieg in Gottschee, doch große Teile der Stadt waren zerstört und ihre jahrhundertealte deutschsprachige Bevölkerung war bereits vertrieben oder umgesiedelt.