Geschichtlichre Daten der Gottschee 1330 bis 2011
1330 Beginn der deutschen Besiedlung in der Gegend von Mooswald (ca. 60 km südlich von Laibach) unter Graf Otto von Ortenburg und Bau der Kapelle zum heiligen Bartholomäus.
1339 Errichtung einer Seelsorgestation und eines Friedhofes bei diesem Kirchlein in v i 1 1
(Dorf, Ansiedlung) Mooswald.
1348-1363 Große Besiedlung des Gottscheerlandes aus Kärnten, Osttirol, Franken und
Thüringen.
1363 Der Name „Gotsche“ wird in einer Urkunde des Patriarchen von Aquileia zum ersten Mal genannt.
1377 Die Ortschaft Gottschee erhält den Rang: „Markt in der Gotsche“.
1386 Gräfin Agnes von Ortenburg macht eine kirchliche Stiftung (die erste und
älteste bisher bekannte) für ihr und ihrer Vorfahren Seelenheil.
1393 Die Seelsorgestation Gottschee wird zur Pfarre erhoben,
1398 wird das erste Urbar verfasst. Erhalten geblieben ist die Aufstellung der Ansiedler und ihrer Abgaben im Amte Rieg.
1400 wird die Lokalkaplanei Nesseltal zur Pfarre erhoben
1406 am 20. Mai verkündet Graf Friedrich von Ortenburg: Wer einen Wald ungestört und ohne Einspruch der Herrschaft neun Jahre und einen Tag genutzt hat und das bei geordneten Rechtsverhältnissen, dem kann er nicht mehr abgenommen werden. Die ausführlich gefasste „Waldordnung“ sollte die Besitzrechte regeln,
1407 wird die Kaplanei Rieg zur Pfarre erhoben
1420 Die Grafen von Ortenburg sterben aus. Der „Markt in der Gottschee“ samt
der Herrschaft Gottschee und den übrigen Ortenburgischen Gütern kommt in
den Besitz der Grafen von Cilli.
1422-1425 Graf Friedrich von Cilli erbaut das Felsenschloss „Friedrichstein“ und heiratet das kroatische Ritterfräulein Veronika von Deßnitz.
1426 Graf Hermann von Cilli lässt seinen Sohn Friedrich wegen dessen nicht bewilligter Heirat gefangen nehmen, das Schloss Friedrichstein „im Grund abbrechen“, wie es in der Cillier Chronik heißt und die unglückliche Veronika in einer Badewanne ertränken.
1428-1430 Graf Friedrich baut das Schloss Friedrichstein wieder auf.
1456 Ulrich II., der letzte Graf von Cilli, wird in Belgrad ermordet. Der Markt und das Land Gottschee mit allen Gütern der Cillier Grafen kommt an das Haus Österreich. Der Markt Gottschee blieb landesfürstlich. Kaiser Friedrich III. und seine Nachfolger verpachteten die Herrschaft Gottschee, die pfandweise an die Grafen von Thum, von Blagay und Khysel übergeht.
1469 Weih-Bey, der Pascha von Bosnien, fällt mit seinen türkischen Horden in Krain ein, steckt den Markt Gottschee samt der Kirche in Brand, mordet viele Leute und schleppt viele in die Gefangenschaft und Sklaverei.
1471 Kaiser Friedrich III. lässt den Markt Gottschee wieder aufbauen, aber nicht an der alten Stelle, sondern am rechten Ufer der Rinse, wo die Stadt jetzt steht, und macht sie zur Festung mit Mauern und Türmen. Die Bartholomäuskirche bleibt außerhalb der Befestigungsmauern. Der Markt Gottschee wird zugleich zur Stadt erhoben, erhält einen Burgfrieden, das ist ein Gebiet um die Stadt herum, welches zur Stadt gehörte und unter der städtischen Obrigkeit stand, städtische Freiheiten und ein Stadtwappen: „Ein plaber Schilt, in des Grunts ein Zaun in sein selb Färb und darin ein befestigt Haus und davor S. Bartelmä stehet, habend in der einen Hand ein Puch und in der andern ein Messer mit weißen Farben.“ Seitdem ist die Stadtfarbe blauweiß. Der landesfürstliche Pfleger auf dem Schlosse Friedrichstein verliert die Gerichtsbarkeit auf die Stadt, den Stadtrichter und den Stadtrat, welche von den Bürgern gewählt werden. Das silberne Stadtwappen mit der Inschrift „Sigillum civitatis in Kotschew 1471“ wird noch heute im Museum der Stadt Gottschee aufbewahrt.
1476 am 28. Juni bezeugt Friedrich III. zu „Neustadt“, dass er den Brüdern Petritz, Bürger der Stadt Gottschee, das Bergrecht auf Eisen zu Grafenwarth (Kostei) und Osilnitz verliehen hat.
1479 am 15. Jänner gewährt Kaiser Friedrich der Stadt die Maut- und Zollfreiheit im Umkreis von sechs Meilen,
1480 überfallen die Türken Gottschee, Reifnitz, Zirknitz und Loitsch.
1485 Abt Wolfgang von Gottschee leitet von 1485 bis 1515 das im Jahre 1129 gegründete Zisterzienserstift in Rein bei Gratwein in der Steiermark,
1491 verwüsten die Türken die ganze Gegend Gottschee und Reifnitz und zerstörten die Stadt samt der Kirche.
1492 erteilt Kaiser Friedrich III. den Bewohnern der Stadt Gottschee und des Landes Gottschee den Hausierhandel. Die Berechtigung zum Wanderhandel wird 20mal erneuert, zuletzt 1841.
1498 der Hochaltar der Pfarrkirche in Gottschee wird vom Bischof von Modrusch-Susak am zweiten Adventsonntag auf Ersuchen des Kardinals und Patriarchen von Aquileia geweiht.
1507 Graf Georg von Thum pachtet die Herrschaft Gottschee vom Kaiser und drückt die Gottscheer mit ungerechten Abgaben.
1509 Mosel, Tschermoschnitz und Ossilnitz werden zu selbständigen Pfarren erhoben.
1515 Bauernaufstand in Gottschee. Der Herrschaftspfandinhaber Georg von Thum und der Pfleger Stersen werden wegen ihrer Bauernunterdrückungen ermordet. Der Bauernaufstand verbreitet sich von Gottschee über ganz Krain, Kärnten und Steiermark aus.
1522 1522 (zweimal), 1530,1540,1558,1559 (zweimal) und 1584 große Türkeneinfälle in Gottschee.
1524 ist Hans Ungnad Inhaber der Pfandherrschaft
1547 die Herrschaft Gottschee kommt pfandweise in den Besitz von Stefan Ursini Graf zu Blagay.
1574 entsteht auf Veranlassung Karl II. von Innerösterreich das Urbar. Es verzeichnet 136 Ortschaften, in denen noch 27 ganze Huben Vorkommen, 904 halbe, 4 Dreiviertel-, 3 Drittel- 32 Viertel- und 8 Achtelhuben, Das größte Dorf war damals Rieg mit 14 Huben, gefolgt von Mosel, Nesseltal und Reichenau mit 10 Huben, weiters Altlag mit 7 und Mitterdorf mit 6 Huben
1578 1600 und 1601 wütet die Pest in Gottschee.
1596 am 12. August zündet ein Mädchen die Stadt an, die fast ausschließlich hölzerne Häuser hat. Die Stadt und die Kirche werden ein Opfer der Flammen, die Kirchenglocken und Kanonen schmelzen, die Befestigungstürme, die Ringmauern und die Schanzwerke werden stark beschädigt,
1618 am 1. März kauft der Freiherr und spätere Graf Hans Jakob Khysel die Herrschaft Gottschee, deren dritten Teil er schon seit 9. September 1607 besessen hat.
1623 wird das Gebiet von Gottschee zur Grafschaft erhoben.
1629 am 28. Mai, ernennt Papst Urban den Bischof Albert von Smederevo zum Pfarrer von Gottschee mit der Aufforderung, dort deutsche Kapläne anzustellen, da man dort deutsch (lingua teuthonoca) spreche.
1641 kauft Graf Wolf Engelbrecht Auersperg die Herrschaft Gottschee vom Grafen Khysel.
1642 am 27. Juni bestätigt Kaiser Ferdinand III. der Stadt Gottschee die 1471 gewährten Freiheiten. Das Privilegienbuch aus dem Jahre 1642 ist die älteste Urkunde, die Gottschee im Original besitzt.
1650 Graf Engelbrecht von Auersperg erbaut das mächtige Stadtschloss. Das Schloss Friedrichstein wird dem Verfall preisgegeben.
1653 Kaiser Friedrich III. erhebt Johann Weikhart Grafen von Auersperg in den Reichsfürstenstand und verleiht ihm zugleich das Münzprägerecht, das nach der Auflösung des Römischen Reiches deutscher Nation im Jahre 1806 erlischt.
1666 am 4. Juli übergibt Kaiser Leopold I. dem Grafen Engelbrecht von Auersperg das Patronatsrecht über Gottschee und die Pfarren Rieg, Ossilnitz, Mosel, Nesseltal, Tschermoschnitz und das Vikariat Altlag.
1667 Kaiser Leopold I. schenkt den Grafen von Auersperg die Stadt Gottschee, die jedoch die alten Rechte und Privilegien behält.
1684 am 21. Juli zwischen 11 und 12 Uhr vormittags brennt die Stadt samt der Kirche und dem Schloss ab. Die Häuser waren aus Holz. In der Kirchebleibt der Hauptaltar verschont. Das Volk verarmt ganz und etliche wandern über Laibach nach Österreich aus.
1690 wird die erste Schule in der Stadt Gottschee erwähnt.
1693 stirbt am 19. September Johann Weikhard Freiherr von Valvasor in Gurkfeld. Der am 28. Mai 1641 in Laibach geborene Historiker beschreibt in seinen Werken „Ehre des Herzogtums Krain“ (Nürnberg 1689) im 2. Band ab Seite 300 die Gottscheer, ihre Kleidung, Holzschnitzerei, Bildung, Glauben, Aberglauben und Hochzeitsbräuche der Gottscheer - im 3. Band die Stadt Gottschce, Namensgebung der Stadt, Grafschaft Gottschee, Fürstentum Gottschee, Sprache und Abstammung der Gottscheer, Schloss Gottschee, Türkeneinfälle, Ackerbau, Weinbau und Handel.
1745 nennt ein Verzeichnis im Land Gottschee fünf Pfarren - Gottschee (3250), Rieg (1562), Mosel (910), Nesseltal (1665) und Tschermoschnitz (1692), also insgesamt 9079 Menschen.
1770 ordnet Maria Theresia eine Erfassung aller männlichen Einwohner und der Wohnstätten an. Das Verzeichnis gibt Auskunft über die genaue Zahl der Häuser, damit wird auch die seit 1574 erfolgte Neusiedlung erfassbar,
1771 am 20. August entsteht die älteste Urkunde der Schneiderzunft,
1783 wird das Vikariat Altlag zur Pfarre erhoben.
1787 am 8. März wird Gottschee zum Dekanat erhoben und ihm die Gottscheer Pfarren unterstellt,
1788 wird Mitterdorf aus der Pfarre Gottschee abgetrennt und zur Pfarre erhoben.
1791 am 11. November verleiht Kaiser Leopold II. dem Karl Josef Anton Fürst von Auersperg für ihn und seine Nachkommen den Titel „Herzog von Gottschee“.
1791 die altehrwürdige Kirche des hl. Bartholomäus wird als Pfarrkirche aufgelassen und die Stadtkirche der Heiligen Fabian und Sebastian als Pfarrkirche gewählt. Weil die bisherige Pfarrkirche außerhalb der Stadtmauern lag und bei Stadtbelagerungen nicht besucht werden konnte, wurde die Stadtkirche wahrscheinlich schon im Jahre 1471 gebaut, als die Stadt zur Festung mit Ringmauern gemacht wurde. Die Stadtkirche hatte ursprünglich als Schutzheiligen den hl. Florian, den Schutzpatron gegen Feuergefahr. Nach den Pestjahren 1578,1600, 1601 wurden die Pestpatrone hl. Fabian und hl. Sebastian dazu genommen.
1792 am 20. März wird die Grafschaft Gottschee durch Kaiser Leopold II. zum Herzogtum erhoben, 1798 am 23. März älteste Urkunde der Schuhmacherzunft.
1800 wird in der Stadtpfarrkirche in einer marmornen Nische an der Evangelistenseite beim Hauptaltar das Herz vom Fürsten Karl Josef Anton Auersperg, Herzog von Gottschee (1720-1800) als erstes beigesetzt.
1809-1815 kommt Gottschee unter die von den Franzosen errichtete Herrschaft Illyrien. 1809 empören sich die Gottscheer mit den Pöllandem und Kostelem gegen die französische Herrschaft, überfallen die französische Besatzung in der Stadt und machen sie größtenteils nieder. 1809 am 9. Oktober wird der Kreiskommissär von Gasperini ermordet. Zur Strafe wird vom 16.-18- Oktober die Burg Kostei (Grafenwarth) geplündert, angezündet und abgebrannt. Nur durch die Fürbitte des Pfarrers Georg Jonke in Tschermoschnitz, der viele gefangene Franzosen vor dem Erschlagen gerettet hatte, trat die Milderung einer dreitägigen (16. - 18. Oktober) Plünderung ein. Die Rädelsführer Johann Jonke aus Gottschee, Matthias Dulzer aus Malgern, Georg Eisenzopf aus Malgern, Johann Erker aus Windischdorf und Bartholomäus Kusold von Eben wurden am 18. Oktober 1909 von neun französischen Soldaten erschossen. Das Sterbebuch der Pfarre Mitterdorf verzeichnet unter dem 19. Oktober 1809: „Anton Weiß aus Obermösel, 34 Jahre alt, in der Schlacht bei Gottschee gefallen.“ Anton Weiß wurde in Altfriesach geboren.
1826 am 15. August überfallen Räuber aus der Gegend um Pöllandl das Schloss und Erschießen 3 Männer
1836 und 1855 wütet die Cholera und fordert viele Opfer
1836 wird der städtische Friedhof erweitert
1842 wird die steinerne Brücke und die Rinse- Kaianlage erstellt
1843- 1844 wird das Städtische Spital erbaut.
1844 wird von Adolf Hauff die wöchentliche dreimalige Postfahrt zwischen Gottschee und Laibach eingerichtet.
1848 werden der Zehent und Robot aufgehoben. die staatlichen Ämter treten an Stelle der herrschaftlichen Verwaltung. Die Hirsche werden ausgeschossen. In Gottschee bildet sich eine Bürgerwehr (Nationalgarde). - Die Gottscheer wählen erstmals Abgeordnete in die Volksvertretung, und zwar in den Reichstag von Wien und in das Frankfurter Parlament,
1849 wird auf dem Kohlenbergwerk eine Glasfabrik errichtet.
1851 zerschlägt das von Kaiser Franz Josef I. erlassene Silvesterpatent die Grundherrschaft Gottschee, indem sie auf die Bezirke Gottschee, Tschemembl und Rudolfs wert aufgeteilt wird.
1853 wandern die ersten Gottscheer nach Amerika aus. Nach dreimonatiger Fahrt auf einem alten Segelschiff betreten Johann Wittine, Georg, Johann und Andreas Schmuck aus der Moschnitze amerikanischen Boden. Bis 1880 folgen nur Vereinzelte, doch in den Achtzigerjahren nimmt das Auswandern schnell zu.
1854 Die Lokalkaplanei Unterdeutschau wird zur Pfarre erhoben wird die wöchentlich fünfmalige Postfahrt nach Laibach eingeführt.
1863 am 24. März erblickt in Schäflein Nr.3 Michael Ruppe der bekannte Gottscheer Maler und Bildhauer das Licht der Welt. Zahlreiche Aquarelle zieren die Gottscheer Gedenkstätte in Graz-Mariatrost. Im Mai 1928 zeigte Michael Ruppe im Schloss Mirabell in Salzburg 150 Bilder, die auf Studienreisen in Italien, Jugoslawien, Deutschland und Österreich entstanden sind. Im November 1928 veranstaltet der Künstler im Gasthaus „Zur Sonne“ in Gottschee eine Ausstellung seiner in der Heimat angefertigten Bilder und Skizzen. Am 10. März 1951 stirbt Michael Ruppe und wird in einem Ehrengrab der Stadt Salzburg beerdigt.
1866 wird der jetzige Pfarrhof angekauft und renoviert. Der erste alte Pfarrhof war bei der Pfarrkirche des hl. Bartholomäus, der zweite neben der Stadtkirche nach deren Erwählung zur Pfarrkirche bis zum Ankauf des jetzigen,
1867 und 1869 bereist Univ. Prof. Dr. Schröer Gottschee. Er macht die Forschung auf die Bedeutung der Gottscheer Mundart und des Liedes aufmerksam und verfasst ein Wörterbuch der Mundart von Gottschee,
1868 am 23. Oktober Josef Kollmann in der Stadt Gottschee zur Welt. Bald darauf stirbt seine Mutter, so kommt Josef zu den Großeltern nach Grafenfeld.1894 kommt er zu seiner Tante Maria Jonke nach Baden bei Wien. 1903 wird er in den Gemeinderat Baden gewählt. Von 1908 bis 1918 gehört er dem niederösterreichischen Landtag an. Von 1919 bis 1934 war er Mitglied des Nationalrates der ersten Republik. Von 1919 bis 1938 war Kollmann Bürgermeister der Stadt Baden unterbrochen durch die Zeit als Minister. Vom 13. Jänner bis 15. Oktober 1926 war Josef Kollmann Finanzminister der Republik Österreich. Am 16. Juni 1951 stirbt Josef Kollmann in Baden, der Stadt die mit seinem Namen untrennbar verbunden ist.
1870 erscheint in der Hof- und Staatsdruckerei in Wien das „Wörterbuch der Mundart von Gottschee“ von KJ. Schröer
1872 wird die altehrwürdige Kirche zum hl. Bartholomäus wegen Baufälligkeit abgetragen und an ihrer Stelle die Friedhofskapelle gebaut,
1872 wird das Gymnasium gegründet. Der Unterricht beginnt im Hause des Bürgermeisters Braune, der späteren Fachschule für Holzindustrie und nachfolgendem Blindenheim.
1873 fängt die Postfahrt an, täglich nach Laibach zu verkehren,
1874 wird das Gymnasialgebäude gebaut.
1875 Masern, mit Dekret der Kaiserin Maria Theresia vom 30. Oktober 1767 Lokalkaplanei von Reifnitz, wird zur Pfarre erhoben.
1875 Die Lokalkaplaneien Pöllandl, Unterwarmberg, Unterlag und Stockendorf werden zu Pfarren erhoben.
1876 Morobitz, Lokalkaplanei mit Hofdekret vom 10. Juli 1791 und Ebental mit Hofdekret vom 23. Mai 1807 werden zu Pfarren erhoben.
1878 Göttenitz, Lokalkaplanei von Rieg mit Hofdekret vom 19. Oktober 1845, wird zur Pfarre erhoben, 1878 am 23. März wird die freiwillige Feuerwehr in Gottschee gegründet.
1881 Der Prager Kaufmann Johann Stampfl, geboren in Eben bei Morobitz, gestorben 1890, stiftet 100.000 Gulden für arme Gottscheer Studenten, aus deren jährlichen Zinsen 47 Stipendien errichtet werden. Dadurch werden das Bestehen des Gymnasiums und die vollkommene Ausbildung der Stipendiaten gesichert. Seit dem Umsturz werden diese Stipendien, wie auch die der Stifter Luscher, Perz, Wiederwohl, Zeyser und Ritter von Regnard nicht mehr ausbezahlt
1882 entsteht die Fachschule für Holzindustrie, Schnitzerei, Drechslerei und Tischlerei.
1882 wird die Sparkasse der Stadt Gottschee gegründet,
1883 wird die obere steinerne Brücke über die Rinse gebaut.
1885 Gründung der Privatschule der Waisen- und Erziehungsanstalt (Marienheim).
1886 kommen die Glasfabrik und das Kohlenlager durch Kauf an die Trifailer Kohlenwerksgesellschaft in Wien
1889 am 7. Juli wird von acht Landsleuten der „Erste Österreichische Unterstützungsverein“ in Cleveland gegründet. Zweck des Vereines ist gegenseitige Unterstützung in Krankheits- und Todesfällen,
1891 am 30. März wird in Wien der „Verein der Deutschen aus Gottschee“ gegründet.ien
1889 am 28. September wird die Unterkrainer Bahnstrecke Laibach - Gottschee eröffnet. Mit der Einführung des Bahnverkehrs zur Landeshauptstadt war ein Höhepunkt des wirtschaftlichen Lebens erreicht, der nach 1848 eingesetzt hat.
1894 wird das neue Volksschulgebäude in der Stadt Gottschee gebaut.
1895 entsteht durch Dir. Wilhelm Tschinkel aus Lichtenbach das Gottscheer Heimatlied: „Dü hoscht lai oin Hoimöt .. erscheint ..Die deutsche Sprachinsel Gottschee“, verfasst von Dr. Adolf Hauffen, in Graz.
1896 wird des Wasser- und Elektrizitätswerk eröffnet,
werden Gnadendorf und Hutterhäuser der Stadt einverleibt und die Steuergemeinde Seele und Katzendorf aus der Stadtgemeinde ausgeschieden,
1900 wird die baufällige Stadtkirche abgetragen.
1900-1903 wird die neue Stadtpfarr- und Dekanatskirche nach den Plänen des Dombaumeisters Friedrich Freiherr von Schmidt erbaut.
1900 Gründungsjahr des Gottscheer Männerchors in New York.
1901 am 24. April wird der Gottscheer Krankenunterstützungsverein in New York gegründet
wird der deutsche Handwerkerverein für den politischen Bezirk gegründet.
1902 am 2. November wird die Buchdruckerei (Besitzer J. Pavlicek) eröffnet.
1904 Gründung des Gottscheer Boten (Vorgänger der Gottscheer Zeitung). Die Zeitung wird am 6. Juni 1919 von den Behörden des Königreiches SHS eingestellt.
1904 am 17. Oktober stirbt der erste Gymasialdirektor Benedikt Knapp in Schwaz in Tirol, der seit 1872-1894 am Gymnasium segensreich für das ganze Gottscheerland gewirkt hatte,
1905 wird der Gottscheer deutsche Gesangverein“ gegründet,
1905 wird der Gauverband deutscher Feuerwehren in Krain“ gegründet.
1906 wird in Morobitz Dr. Walter Tschinkel geboren. Sein Lebenswerk war das Wörterbuch der Gottscheer Mundart. Der erste Band erscheint 1974. Am 23. Oktober stirbt Dr. Walter Tschinkel plötzlich, kurz vor der Fertigstellung des 2. Bandes. Dieser wird vor dem letzten Druckverfahren von Frau Dr. Maria Hornung gelesen.
1907 am 14. Mai Wahl des Fürsten Karl Auersperg zum Reichsratsabgeordneten.
1907 wird mit allerhöchster Entschließung vom 28. Mai 1907 das Staatsuntergymnasium in Gottschee zu einem vollständigen Staatsgymnasium ausgestaltet.
1908 Die Schneider- und Schuhmacherzunft lösen sich auf. Es bleiben die beiden Kirchenfahnen der Schneiderbruderschaft mit dem Bildnis der der hl. Dreifaltigkeit und der Schusterbruderschaft mit dem Bildnis der Heiligen Crispinus und Crispinianus.
1908 Dr. Hans Tschinkel, Gymnasiallehrer und später Gymnasialdirektor in Prag arbeitet an einem Gottscheer Wörterbuch, erkennt aber, dass die Voraussetzung dazu, die Grammatik fehlt. Er gibt dieses 1908 in Halle/Saale heraus.
1908 wird die Genossenschaft der Handwerker und verwandten Gewerbe für den Gerichtsbezirk Gottschee gegründet.
1911 am 19. August brennt die altehrwürdige Wallfahrtskirche Corpus Christi infolge Unvorsichtigkeit beim Zigarettenrauchen vollständig ab, die halbgeschmolzenen Glocken fallen vom Turm, nur der Hochaltar mit seinem kunstvollen Altarbild bleibt unversehrt.
1911- 1918 Anton Graf Barbo-Wachsenstain folgt Fürst Karl Auersperg als Reichsratsabgeordneter nach, die Filialkirche Corpus Christi wird wieder aufgebaut,
1912 erringt Oberleutnant Richard Verderber geboren am 23.Jänner 1884 in der Stadt Gottschee Nr. 115 (Baiersch), bei den olympischen Spielen in Stockholm im Mannschaftsbewerb der Säbelfechter den zweiten und im Herrenflorettfechten den dritten Platz für die österreichisch-ungarische Monarchie.
1914-1918 Weltkrieg
1918 Das Gottscheerland wird dem neuen Staate der Serben, Kroaten und Slowenen (SHS) einverleibt. Die Beamten in Gottschee erhalten von den Behörden des Königreiches SHS ein Schreiben mit folgenden Wortlaut: „Weil Sie deutscher Volkszugehörigkeit sind, werden Sie im Sinne der Verordnung 202 der Zentralregierung SHS vom 12. Dezember 1918 aus dem Dienst des Königreiches SHS entlassen“.
1919 am 1. Jänner werden mit Bescheid der Nationalregierung alle deutschen Staatsbeamten und alle deutschen Professoren und Lehrer aus dem Dienste des Königreiches SHS entlassen. Die Entlassung trifft auch die deutschen Beamten und Professoren in Gottschee. Der dritte und letzte deutsche Gymnasialdirektor war Dr. Franz Riedl.
1919 Auflösung der Ortsgruppen „Südmark“ und „Deutscher Schulverein“, des deutschen Turnvereines, des Vereins „Deutsches Studentenheim“,
1919 am 10. Juni wird in Graz der Verein „Gottscheerland in Graz“ gegründet,
1919 am 1. August folgt die „Gottscheer Zeitung“ dem „Gottscheer Boten“ nach.
1921 am 22. Jänner stirbt Schulrat Josef Obergföll, der von 1975 bis Ende August 1908 als Professor am Gymnasium wirkte und bis zu seinem Tod als geistiger Führer in unübertrefflicher und uneigennütziger Gottscheer Liebe unermüdlich in Wort und Schrift für Stadt und Land Gottschee tätig gewesen ist.
1921 am 19. Juni wird der Verein Deutsches Studentenheim aufgelöst und das Vereinsvermögen verfällt zugunsten des jugoslawischen Staates
1921 im September in der Stadt Gottschee - Wahl des slowenischen B ürgermeisters Viktor Medved durch die slowenisch gewordene Stadtvertretung, am 20. November wird die Gottscheer Bauernpartei gegründet.
1923 am1. Juli stirbt Gottschees bedeutendster Bürgermeister Alois Loy. welcher von 1889 bis Mai 1921 die Stadtgemeinde in bester Ordnung leitete und das ganze Vertrauen der Stadt genoss.
1923 am 21. April wird der „Gottscheer Gesangsverein“ gegründet, am 19. Jänner wird der „Vogelschutzverein“ gegründet, aber schon im März 1925 behördlich aufgelöst.
1924 am 26. April wird der „Gottscheer Sportverein“ gegründet. Ersprießlich wirkte der Sportverein, bis er am 31. Dezember 1929 seine Tätigkeit von Amts wegen einstellen musste.
1924 am 7. September Stadtgemeindewahl, bei welcher die deutschen Gottscheer wieder wählen dürfen und von den 16 Mandaten 9 erhalten,
1924 am 3. Dezember wird die Eröffnung des Gottscheer Klubhauses in 657 Fairview Avenue, Brooklyn, gefeiert. Die Verwaltung des Klubhauses übernimmt die neugegründete Central Holding Corporation.
1925 Aufdeckung eines Hünengrabes bei Obrem, das älteste historische Denkmal im Gottscheerlande aus der vorchristlichen Zeit,
1925 am 3. März wird der Gottscheer Leseverein, der seit dem Jahre 1896 besteht und dessen Bücherei 2500 Bände zählt, behördlich aufgelöst, das Vereinsvermögen samt allen wertvollen Büchern beschlagnahmt und der Stadtgemeinde Gottschee übergeben, die die Bücher dem slowenischen Leseverein zur Verfügung stellte. Gottscheer Kulturgut wurde enteignet!
1925 am 18. August stirbt in Gottschee bei seinem geistlichen Bruder Dechant Ferdinand Erker der Senior der Gottscheer Priester, Domherr und Dompfarrer in Laibach, hochwürdige Herr Josef Erker, einer der edelsten und hochbegabtesten Priester der Diözese Laibach, der in stiller, aber umso wirksamer Weise für sein geliebtes Gottscheer Land besonders durch die Abfassung der Geschichte aller Schulen des Gottscheer Landes gearbeitet hat.
1926 am 26. Juni Gründung der Spar- und Darlehenskasse.
1927 am 23 Jänner: Wahl des Geistlichen Rates Josef Eppich, Pfarrer in Mitterdorf, zum Gebietsabgeordneten,
1927 am 27. Februar Gründung der landwirtschaftlichen Filiale.
1927 am 19. August stirbt Fürst Karl Auersperg, der letzte Herzog von Gottschee, betrauert von der gesamten Bevölkerung des Gottscheerlandes.
1927 am 23. Oktober Gründung des Verbandes der Gottscheer Feuerwehren.
1927 am 30. Oktober Stadtgemeindewahl, bei welcher die Gottscheer Wirtschaftspartei von 25 Mandaten 9, die Handwerkerliste 2 Mandate erzielt,
1928 am 19. Jänner: Gründung des Studentenunterstützungsvereins,
1928 am 26. August feiert die Gottscheer Feuerwehr das 50. Bestandsfest,
1928 am 6. Oktober wird die Damensektion des EÖUV in Cleveland gegründet.
1928 am 3. November stirbt Gymnasialdirektor Peter Wolsegger im Alter von 82 Jahren. Er war Jahrzehnte als Professor am Gymnasium in Gottschee tätig und leitete dieses bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1908. Als Germanist und Geschichtsforscher betrieb er dort mit großem Eifer Studien über die Entstehung und kulturelle Entwicklung der deutschen Sprachinsel Gottschee,
1929 am 18. August Weihe des neuen Zeughauses der Gottscheer freiwilligen Feuerwehr.
1930 am 24. April löst die Banat Verwaltung den Stadtgemeinderat auf und ernennt den Oberfinanzrat Max Kostanjevec zum Bürgermeister, dem fünf deutsche und fünf Slowenen als Beirat beigegeben sind. Der neu ernannte Bürgermeister ist zugleich Obmann des städtischen Vermögensverwaltungsausschusses und der städtischen Sparkasse.
1930 am 17. Juli überreicht der geistliche Rat Pfarrer Josef Eppich im Beisein der Dekanatsgeistlichkeit dem Dechant in Gottschee, Ferdinand Erker, die Urkunde, womit ihn der hochwürdige Fürstbischof Dr. Anton Benaventura Jegliö in Würdigung seiner langjährigen ersprießlichen Seelsorgetätigkeit zum Ehrendomherrn des Domkapitels in Laibach ernennt.
1930 vom 1. bis 4. August begehen Stadt und Land Gottschee die 600-Jahrfeier des Gottscheerlandes. Der Hauptfestteil wird am Sonntag, dem 3. August eingeleitet. Durch den Weckruf der Musikkapelle der Drau Division eilte die Landbevölkerung von allen Seiten in die Stadt. Um 9.00 Uhr wurde in der Stadtpfarrkirche die Festmesse vom Hw. Domherrn und Dechanten Ferdinand Erker unter Beistand der gesamten Gottscheer Geistlichkeit gefeiert, umrahmt von der Schubertmesse. Die Festpredigt hielt der Nesseltaler Pfarrer August Schauer. Das 256 Seiten umfassende Festbuch wird vom Festausschuss unter der Leitung von Geistl. Rat Josef Erker, Pfarrer in Mosel, herausgegeben,
1930 werden anlässlich der 600-Jahrfeier in Pogorelz und Gatschen Gedenksteine aufgestellt, die auf die ehemalige Besiedelung der beiden nicht mehr bewohnten Gottscheer Dörfer hinweisen.
1930-1941 Immer ärger werden der wirtschaftliche und kulturelle Druck. Die letzten deutschen Lehrer werden in fremdsprachiges Gebiet versetzt, ungefähr 2.000 Gottscheer Kinder haben keinen deutschen Unterricht mehr.
1931 am 29 Juni wird die Gründende Versammlung der Deutschen Schulstiftung“ zur Errichtung und Erhaltung einer privaten Deutschen Lehrerbildungsanstalt in Jugoslawien abgehalten. Die Errichtung einer privaten Deutschen Lehrerbildungsanstalt mit Öffentlichkeitsrecht unter staatlicher Aufsicht wird genehmigt.
Am 11. Oktober erfolgt die Gottscheer 600-Jahrfeier feierliche Eröffnung Volksgruppe entsendet die Schüler Wilhelm Krauland, Friedrich Fritzel und Heinrich Schemitsch an diese Schule,
1931 erscheint das Buch „Gottscheer Volkstum“ von Wilhelm Tschinkel, das Sitte, Bräuche, Märchen, Sagen. Legenden und andere volkstümliche Überlieferungen beinhaltet.
1931 Urkundliche Beiträge zur Geschichte des Gottscheerländchens (1406 - 1627) von Realschuldirektor Georg Widmer herausgegeben vom „Verein der Deutschen aus Gottschee in Wien" als Festschrift zur Feier seines 40jährigen Bestandes.
1931 erscheint in Münster das Buch „Die deutsche Sprachinsel Gottschee in Slowenien“ von Dr. Hugo Grothe
1932 im Sinne des Gesetzes über die Liquidierung der Agrarreform werden in Slowenien verschiedenen Grundbesitzern ca. 40.000 ha Wald, am meisten davon dem Fürsten Auersperg in Gottschee enteignet.
1933 die am 12. Juni 1933 erfolgte Weisung der Banat Verwaltung ordnet an, dass alle Behörden nur Festwagen der Schuhmacherzunft in der Staatssprache amtieren dürfen. Parteien, die, die Staatssprache nicht beherrschen, müssen einen Dolmetsch mitnehmen.
1933 erfolgt die Auflösung der bisher geführten Gemeindeverwaltungen, es entstehen die Großgemeinden und zwar die Stadtgemeinde Gottschee, Altlag. Mosel ,Rieg, Nesseltal ,Tschermoschnitz und Suchen. Einige Gottscheer Gemeinden werden in den Verband der umliegenden slowenischen Großgemeinden eingegliedert. Am 25. Oktober finden dann die Gemeinderatswahlen statt, aus denen überall außer in der Stadtgemeinde ein Gottscheer als Bürgermeister hervorgeht.
1933 erscheint in Leipzig von Eduard Lehmann „Das Gottscheer Hochland“
1934 erfolgte die Gründung der Ortsgruppen des Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes in Mitterdorf, Altlag, Rieg, Mosel, Ebental, Unterdeutschau, Stockendorf und Nesseltal. Die Ortsgruppe Gottschee ist schon 1920 gegründet worden, wird 1924 behördlich aufgelöst und 1931 wieder errichtet. In den folgenden Jahren werden weitere Ortsgruppen des Schwäbisch-Deutschen Kulturverbandes errichtet, sodass das ganze Gottscheer Land im Kulturbund zusammengefasst ist.
1935 im Juli wird an der Straße von Mosel nach Reintal die Kaltenbrunner Grotte entdeckt.
1935 am 31. Juli 1935 wird in der Stadt Gottschee das Gottscheer Heimatmuseum im 1. Stock des Sparkassengebäudes eröffnet.
1935 am wird die Gottscheer Vereinigung in New York gegründet. Sie dient der Krankenunterstützung.
1936 erringt Josef Schleimer geb. in Zwischlern /Gottschee, ausgewandert nach Kanada, bei den olympischen Spielen in Berlin den 3. Platz im Weltergewichts Boxen und erhält dafür die Bronzemedaille.
1937 werden wieder Bestrebungen laut, den Sitz der Bezirkshauptmannschaft nach Reifnitz zu verlegen.
1937 am 21. November wird die landwirtschaftliche Genossenschaft in Gottschee gegründet. Sie strebt eine wirtschaftliche Gesundung des Gottscheer Landes an.
1938 erfolgt die Eingliederung Österreichs in den Deutschen Staat. Jugoslawien wird nun unmittelbarer Nachbar des Deutschen Reiches,
1938 erscheint der Roman „Rebellion in der Gottschee“ von Dr. Karl Rom.
1938- 1945 der 2. Weltkrieg
1939 am 6. August wird das größte Gottscheer Volksfest der damaligen Zeit in Nesseltal veranstaltet. Rund 2.500 Menschen finden sich zu diesem Volksfest ein.
1940 In diesem Jahr werden viele wehrpflichtige Männer unter dem Vorwand einer Waffenübung zum Militär einberufen. In Wirklichkeit ist es eine Teilmobilisierung, da diese Leute ja ständig im Militärverbandes verbleiben.
1941 am 5. April bricht der Krieg zwischen den Achsenmächten und Jugoslawien aus. Dieser dauert nur einige Tage. Jugoslawien zerfällt als Staat. Slowenien wird zwischen Deutschland und Italien aufgeteilt, Kroatien wird ein selbständiger Staat und Serbien wird unter die Militärverwaltung gestellt. Der größte Teil des Schwabenlandes wird an Ungarn abgetreten. Das Gottscheer Land fällt durch die Grenzziehung an Italien. Mit diesem Schritt erfolgt auch der endgültige Todesstoß für das Land Gottschee.
1921-1942 Im Laufe des Jahres werden Vorbereitungen zur Umsiedlung der Gottscheer ins Ranner Becken der damaligen Untersteiermark (am Zusammenfluss von Krainer Gurk/Krka, Sattelbach/Sotla und Save/Sava) vorgenommen und am Ende des Jahres 1941 und Beginn des Jahres 1942 wird die Umsiedlung durchgeführt.
1945 Mit der Aussiedlung der Gottscheer beginnt der Leidensweg der deutschen Minderheit, die dann durch die Vertreibung aus der Untersteiermark den Höhepunkt erreicht Es beginnen ein Rennen und ein Kampf ums nackte Leben. Viele unschuldige Menschen, vor allem alte Leute und Kinder bleiben der Strecke. Mit leeren Händen, halb verhungert erreichen die Gottscheer als Flüchtlinge die österreichische Grenze. Ausweglos, von allen im Stich gelassen, so stehen die aus ihrer über 600 Jahre angestammten Heimat Umgesiedelten und nun Vertriebenen da. Viele finden bald nach Kriegsende wieder eine Beschäftigung. In Barackenlagern oder bei Bauern finden sie vorerst eine Bleibe.
1945 Wirksamer Einsatz der Hilfsaktionen der Landsleute in Übersee.
1946 wird die Gottscheer Relief Association in New York als die Hilfsorganisation für Landsleute in Not gegründet. Sie vertritt auch die Belange für allgemeine Gottscheer Interessen.
1948 entsteht in New York der Gottscheer Rod & Gun Club.
1950-1953 wandert ein großer Teil nach den USA und Kanada aus. Der verbliebene Rest hilft mit beim Wiederaufbau in Österreich und Deutschland,
1951 wird in New York der Fußballklub „Blauweiß Gottschee“ gegründet.
1952 am 17. August wird in Aldegund/Mosel die Landsmannschaft der deutschen Umsiedler aus der Gottschee in Deutschland gegründet, die Anmeldung erfolgt am 27. Februar 1953 beim Amtsgericht Zell/Mosel.
1952 am 9. November wird in Klagenfurt der „Hilfsverein der Gottscheer und Deutschkrainer“ gegründet,
1953 wird der Alpenklub Kitchener in Kanada gegründet.Nach dem Landankauf 1957 wird 1958 das Klubhaus eröffnet und 1961 vergrößert,
1955 am 19. März wird beschlossen die „Gottscheer Zeitung“, deren letzte Nummer Ende 1941 erschien, wieder herauszugeben. Zum Schriftleiter wird VD Fritz Högler bestellt.
1955 wird die Gottscheer Relief Association und 10 Jahre später der Gottscheer Park in Toronto, Kanada, gegründet.
1957 am 23. Februar wird der „Gottscheer Deutsche Verein“ in Chicago gegründet. Es folgt die Gründung des „Gottscheer Deutschen Vereines“ in Milwaukee,
1958 am 26. April erfolgt die Gründung des „Gottscheer Arbeitskreises“ in München,
1959 am 4. und 5. April tagen der „Arbeitskreis München“ und die „Landsmannschaft der Umsiedler“ in Salzburg und entwerfen die Statuten der „Gottscheer Landsmannschaft in Deutschland“. Diese werden am 17. Mai bei der Hauptversammlung in Köln angenommen. Es wird die Gründung von drei Landesgruppen in Deutschland „Nord West“ am 8. November in Köln, Baden-Württemberg am 25. November in Stuttgart und Bayern am 28. November in München beschlossen.
1960 am 14. August findet in Ulm/Donau die Gründungsversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Gottscheer Landsmannschaften statt. Dabei haben die Mitglieder ihre Selbständigkeit voll behalten. Sie sind auch nicht an Weisungen der Arbeitsgemeinschaft gebunden, die ihre Eigenständigkeit berühren könnten. Die Arbeitsgemeinschaft berät jedoch ihre Mitglieder in allen an sie herangetragenen Fragen. Wichtige Angelegenheiten werden auf breiter Basis beraten und diskutiert.
1960 wird die Sänger- und Theatergruppe „Alpenland“ im Rahmen des E.Ö.U.V. in Cleveland gegründet.
1961 am 12. Februar 1961 tritt eine Arbeitsgemeinschaft zur Errichtung einer Gedächtnisstätte in Klagenfurt zusammen. Im Oktober erklärt sich das bischöfliche Ordinariat in Klagenfurt bereit, den Gottscheern die Kirche beim Schloss Krastowitz zur Verfügung zu stellen.
1962 am 2. September wird die St. Ulrichskirche in Klagenfurt Krastowitz von der Gottscheer Landsmannschaft in Klagenfurt übernommen und ab 1963 zur Gottscheer Gedächtnisstätte ausgestaltet.
1962 wird in New York der Gottscheer Country Club gegründet.
1962 erscheint von Herbert Otterstädt „Gottschee, verlorene Heimat deutscher Waldbauem (Pannonia Verlag, Freilassing)
1963 am 19. Mai ladet ein Proponenten Komitee, dem die Landsleute Alois Krauland, Johann Schemitsch, Alois Kresse, Prof. Mag. Josef Perz, OSR Heinrich Schemitsch und der damalige Kaplan Josef Seitz angehören zur Gründungsversammlung des Vereines Gottscheer Gedenkstätte in Leoben ein. Zielsetzung des Vereines ist, der Verpflichtung vieler Gottscheer in aller Welt nachzukommen, zum Abschluss ihrer Geschichte für ihre Ahnen und die Opfer beider Weltkriege und der Vertreibung eine ihrer würdige Stätte des Gedenkens zu errichten, im Juli erscheint das Mitteilungsblatt
„Gottscheer Gedenkstätte“. 1. Schriftleiter wird Völksschuldirektor Fritz Högler aus Altlag/Gottschee. 1963 am 4. August findet in Klagenfurt-Krastowitz die erste Wallfahrt statt und im Bezirksheimatmuseum in Spittal/Drau wird eine Gottscheeausstellung eingerichtet.
1963 wird in New York der Verein Gottscheer Gedenkstätte (Gottscheer Memorial Chapel Ine.) gegründet. Er vertritt die Interessen der Gottscheer Gedenkstätte Graz-Mariatrost in Übersee. Der Verein hat in allen Belangen der Gedenkstätte ein Einspruchs- und Mitspracherecht. Er verwaltet den Erhaltungsfonds und den Dr. Gerber Studienfonds.
1964 am 20. August wird das Grundstück am Purberg in Graz-Mariatrost im Ausmaß von 1.137 m2 gekauft.
1966 am 31. Juli erfolgt nach dem Hochamt in der Wallfahrtskirche in Mariatrost die Grundsteinlegung für eine Gottscheer Gedenkstätte.
1967 am 27. August erfolgt durch Prälat DDr. Rosenberger die Einweihung der Gottscheer Gedenkstätte. Sie wurde von vielen opferwilligen Gottscheern auf eigenem Grund und Boden erbaut, in Liebe und Dankbarkeit, zur Ehre Gottes, zum Gedenken an das gesamte Gottscheer Volk, seiner Toten, wo immer sie auch ruhen mögen, seiner jetzigen Generation und deren Nachkommen, sowie an seine 611jährige Geschichte im Heimatland Gottschee. Wie die erste Kirche im 14. Jahrhundert wird auch das letzte große Gemeinschaftswerk der Gottscheer dem hl. Apostel Bartholomäus geweiht. Alljährlich am letzten Sonntag im Juli pilgern Landsleute und deren Freunde zur Gottscheer Gedenkstätte nach Graz-Mariatrost um ihrer Ahnen, der ehemaligen Heimat und den mehr als 1.200 in Marmortafeln verewigten Opfern der zwei Weltkriege und der Flucht zu gedenken.
1968 Podlipnig Karlheinz: Wirtschaftsgeschichte der deutschen Sprachinsel Gottschee (Dissertation, Innsbruck 1968)
1969 Die Gottscheer Volkslieder Gesamtausgabe wird auf Grund einer Sammlung von Hans Tschinkel und den Vorarbeiten von Erich Seemann mit Unterstützung des Deutschen Volksliedarchivs von Rolf Bednich, Zmega Kumer und Wolfgang Suppan in drei Bänden 1969, 1972 und 1984 im Verlag B. Schott’s Söhne, Mainz herausgegeben,
1970 gründet in Cleveland Edmund Seifert die Gottscheer Blaskapelle.
1970 erscheint im Oldenbourg Verlag München „Die Umsiedlung der Gottscheer Deutschen“ von Dr. Hans Hermann Freising
1972 erscheint der 1. Gedichtband mit Lyrik in Gottscheer Mundart. Autoren sind Bernhard Hönigmann, Hilde Otterstädt-Erker, Richard Lackner, Ludwig Kren und Karl Schemitsch.
1972 tritt durch die Gründung des „Vereines der im Mittelalter von Österreich aus besiedelten Sprachinseln“ (Verein der Sprachinsel freunde) die Österreichische Sprachinselforschung in eine neue Phase.
1974 am 1. Februar erfolgt die Präsentation des 1. Bandes „Wörterbuch der Gottscheer Mundart“ von Dr. Walter Tschinkel. Band 2 folgt 1976
1974 im April erscheint der Gedichtband „Ahoima - Daheim in Gottschee“ von Mundartdichter Karl Schemitsch, dem 1975 „Shö is Prach Bräuche in Gottschee“, 1977 „Das war Gottschee-This was Gottschee“, 1985 „Schicksal der Gottscheer - Tragik der deutschen Sprachinsel Gottsehcc“ und 2003 „Gedanken wandern nach Gottschee“ folgen.
1977 am 4. Mai stirbt Alois Krauland. Von 1963 bis zu seinem Ableben führt er selbstlos den Verein Gottscheer Gedenkstätte Graz Mariatrost
1977 am 18. August wird der Gottscheer Brunnen in Aichelberg im nördlichen Schwarzwald, die Gottscheer Gedenkstätte in Deutschland feierlich geweiht. Das Denkmal besteht aus einer drei Tonnen schweren Brunnenschale und einem 12 Tonnen schweren Findling, der mit dem (Gottscheer Wappen versehen ist. Eine Gedenktafel wurde an einem kleineren Findling angebracht. Sie beinhaltet den Text: „Dieser Brunnen wurde 1975 gebaut zur Erinnerung an die Sprachinsel Gottschee in Krain - Jugoslawien. Um 1330 haben deutsche Waldbauern Gottschee gegründet. 1941 verloren die Gottscheer ihr Land durch die Umsiedlung der Volksgruppe. 1945 mussten sie das Ansiedlungsgebiet in der Untersteiermark verlassen und in vielen Ländern eine neue Heimat suchen.“ Seit 1977 finden die Gottscheer Treffen der Gottscheer Landsmannschaft Deutschland in Wildbad-Aichelberg statt.
1979 Thomas F. Bencin: „History of Gottschee“ - Dissertation an der Adelphi University, Garden City, New York.
1980 wird „650 Jahre Gottschee“ in allen Gottscheer Zusammenschlüssen und Vereinigungen weltweit begangen.
1980 erscheint das Festbuch „650 Jahre Gottschee“ im Eigenverlag der Gottscheer Landsmannschaft in Klagenfurt - Schriftleitung OSR Ludwig Kren
1980 kommt es zur Gründung des „Österreichischen Sprachinselmuseums“. Noch bestehende Sprachinseln in Oberitalien werden ebenso dokumentiert, wie auch aufgelöste, also Gottschee in Krain oder Brünn, Budweis in Tschechien u.a.
1980 erscheint in Wien eine Veröffentlichung des Österreichischen Museums für Volkskunde „Brauchtum und Volksglaube in der Gottschee“ von Richard Wolfram.
1980 erscheint in Wien „Das Jahrhundertbuch der Gottscheer“ von Dr. Erich Petschauer
1981 am 5. August beschließt der Ausschuss des Vereines Gottscheer Gedenkstätte den Erweiterungsbau der Gedenkstätte. 1981 bis 1982 wird zum bestehenden Sakralraum und dem Musealraum ein Erweiterungsbau geschaffen, der die Fläche des Musealraumes verdoppelt und im Tiefgeschoß eine Bauernstube und Abstellräume beinhaltet.
1982 beim Gottscheer Bundestreffen in Deutschland wird die Gottscheer Stube in Aichelberg eingerichtet.
1985 wird die Gottscheer Schutzmantelmadonna, ein Werk des Kärntner Bildhauers Konrad Campidell, in der Gottscheer Gedächtnisstätte in Klagenfurt aufgestellt (siehe Titelbild).
1987 wird der Dr. William Gerber Studienfonds ins Leben gerufen. Aus der Rendite werden studierende Jugendliche aus Europa und Übersee unterstützt,
1987 erscheint die 272 Seiten umfassende Festschrift „35 Jahre Gottscheer Landsmannschaft in Deutschland“, herausgegeben von Max Jaklitsch, Nestl Petsche und Ernst Stalzer.
1989 am 29. Oktober werden bei der Kirche Corpus Christi in Gottschee zwei Marmorplatten mit deutscher und slowenischer Inschrift enthüllt, die auf die 600jährige Geschichte der Gottscheer von der ersten Besiedlung an hinweisen.
1991, 1992, 1993/94 erscheint die Schriftenreihe der Gottscheer Landsmannschaft in Deutschland e. V. „Gottschee 1330-1941: Die ehemalige deutsche Sprachinsel“. (Ausgabe 1 - Heimat Gottschee von Ludwig Kren, Ausgabe 2 - „Aufbauplan Gottscheer Wirtschaft in den Jahren 1932 - 1941“ von Dr. Wilhelm Lampeter, Ausgabe 3 - „Volkskunde“ von Dr. Maria Kundegraber und Ausgabe 4 und 5 - „Gottscheer Flüchtlingsschicksale“ von Max Jaklitsch.
1991 Im Sommer werden an der Kirche Maria Heimsuchung in Suchen zwei Gedenktafeln mit deutscher und slowenischer Inschrift angebracht, die auf die Besiedelung des Suchener Hochtals von Obergras ausgehend über Mittergras, Suchen, Merleinsrauth bis (Gehack hinweisen. (gewidmet von den in aller Welt lebenden Gottscheern aus dem Suchener Hochtal.
1992 im Juni wird in Salt Lake City, Utah, die Gottscheer Heritage and Gencalogy Association (GHGA), der Gottscheer Heimatkunde und Ahnenforschungsverein gegründet.
1993 Im Mai erscheint das „Gottscheer Kochbuch“ von Horst Krauland und Erwin Michitsch, herausgegeben von der Gottscheer Landsmannschaft in Klagenfurt
1993 widmet Albert Belay in New York das Buch „Hoimischai Khöscht“ unseren Gottscheer Müttern,
1994 erscheint das 270 Seiten umfassende Buch „Cerkve na Kocevskcm nekoc in dancs -
Die Gottscheer Kirchen einst und heute“ von Goiko Zupan, Mitja Ferenc und France M. Dolinar. wird der „Slowenische Gottscheer Verein Peter Kosler“ in Laibach (Ljubljana) gegründet. Die Aufgabe des Vereines ist die Erhaltung der Kulturdenkmäler in der ehemaligen Heimat der Gottscheer Deutschen (ohne Moschnitze)
1999 am 1. Mai stirbt in Graz OSR Heinrich Schemitsch. Von 1977 bis 1998 steht er dem Verein Gottscheer Gedenkstätte Graz-Mariatrost als Obmann vor. Seine Leistung wird durch mehrfache Auszeichnungen von der Stadt Graz und dem Land Steiermark gewürdigt. Der Vorstand des Vereines ernennt ihn 1998 zum Ehrenobmann auf Lebenszeit.
2000 am 29. Juli wird im Wiener Neustädter Dom lic. theol. et. phil. Harald Tripp vom Militärbischof Mag. Christian Werner zum Priester geweiht.
2001lässt der Verein Gottscheer Gedenkstätte den „Gottscheer Kalender“ in Form eines Wandkalenders wieder aufleben. Er erscheint seither alljährlich ohne Unterbrechung bis 2024.
2001 am 11. September sterben beim Terroranschlag auf das World Trade Center in New York mit Erwin Erker, dessen Vater Siegfried, aus Windischdorf/Gottschce stammt und Frank J. Köstner zwei Gottscheer.
2002 anlässlich des 35jährigen Bestehens der Gottscheer Gedenkstätte in Graz-Mariatrost von Prof. Franz Weiß geschaffenes Muttergottesrelief vom Gottscheer Priester Geistl. Rat Josef Seitz geweiht,
2002 am 3. August tritt der Verein Gottscheer Gedenkstätte der Arbeitsgemeinschaft der Gottscheer Landsmannschaften bei. Diese umfasst somit folgende Mitglieder: Gottscheer Landsmannschaft Klagenfurt, Gottscheer Landsmannschaft Graz, Gottscheer Landsmannschaft Wien, Gottscheer Landsmannschaft in Deutschland e. V. mit den Landesgruppen Bayern, Baden Württemberg und Nord/West; Gottscheer Relief Association Ine. in New York; Gottscheer Relief Assosintion Ine. in Toronto; Erster Österreichischer Unterstützungsverein in (Cleveland (E.Ö.ll.V.); GIIGA Gottsched' Heritage and Gencalogy Association, Louisvillc.Golorado; Verein Gottscheer Allsiedler in Püllandl/Kofcvske Poljaue; Verein Peter Koslei in Laibach/Ljiibljaiia (bis 2005) und Verein Gottscheer Gedenkstätte Graz Mariatrost.
2003 am 12. Dezember hat Harald Tripp, (Sohn von Otto Tripp und Gattin Sigrid geb. Petschauer) an der theologischen Fakultät der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom im Rahmen der Difcnsio seine theologische Doktorarbeit unter dem Titel „Omni homini oportet loqui veritatem - „Die christlichen Glaubensmysterien im homiletischen Werk des Bischofs Cäsarius von Arles“ vor einem Professorenkollegium und öffentlichen Publikum verteidigt.
2004 erscheint in den USA das berührende Buch „Die Erlebnisse eines Gottscheers während und nach des Zweiten Weltkrieges“ (One Gottscheer’s Experiences Düring and After the Second World War), von Adolf Mausser aus Unterwarmberg, in deutscher und englischer Sprache,
2005 vom 24. bis 26. Juni findet in Bad Aussee das 1. Internationale Treffen der Gottscheer statt. Im Zuge dieser Veranstaltung wird in unmittelbarer Nähe vom geographischen Mittelpunkt Österreichs, im Kurpark von Bad Aussee, ein Gottscheer Gedenkstein aufgestellt. Auf diesem ist ein Gottscheer Wappen angebracht. Die Inschrift auf einer Bronzetafel lautet: „Zur Erinnerung an den Anfang des 14. Jahrhunderts in Südkrain gegründete deutsche Sprachinsel Gottschee“
2005 im Juni wird 48 Jahre nach der Gründung, am 23. 2. 1957, der „Gottscheer Deutscher Verein“ in Chicago aufgelöst.
2005 im Juli wird am ehemaligen Standort der ehemaligen, dem Hl. Andreas geweihte, im 2. Weltkrieg zerstörten Filialkirche von Unterdeutschau in Prerigl, auf Initiative des Vereines Peter Kosler, eine neue Kapelle eingeweiht.
2005 gedenken die Gottscheer in aller Welt dem Beginn der deutschen Besiedlung des Gottscheerlandes durch die Grafen von Ortenburg, vor 675 Jahren und 60 Jahre Vertreibung aus dem Umsiedlungsgebiet in der ehemaligen Untersteiermark.
2005 feiern die Gottscheer in Österreich mit der Republik Österreich: 60 Jahre Gründung der Zweiten Republik; 50 Jahre Staatsvertrag, 50 Jahre Aufnahme in die Vereinten Nationen und 10 Jahre EU- Beitritt.
2005 am 8. Oktober wird der Gottscheer Volkspriester, Geistl. Rat Josef Seitz, nach kurzer schwerer Krankheit im 74. Lebensjahr und im 47. Priesterjahr in die ewige Heimat abberufen. Mehr als 60 Priester (angeführt vom Diözesanbischof von Graz-Seckau Dr. Egon Kapellari) die Bewohner von Niklasdorf und Proleb und 50 Gottscheer Landsleute geleiten ihn am 14. Oktober zu seiner letzten Ruhestätte auf den Friedhof in Niklasdorf. Die Gottscheer verabschieden sich von Jösche Seitz mit dem Heimatlied.
2006 am 8. Februar hat der Vorstand des Gottscheer Altsiedlervereins in Krapflem (Obcice) beschlossen aus der Arbeitsgemeinschaft der Gottscheer Landsmannschaften auszutreten. Unterschiedliche Auffassungen zwischen der Arbeitsgemeinschaft und dem Altsiedlerverein bezüglich Rückerstattung des Eigentums der umgesiedelten Gottscheer Volksgruppe war u. a. ausschlaggebend für diese Vorgangsweise.
2006 am 4. Juni feiern in New York Gottscheer aus aller Welt das 60jährige Jubiläum „Gottscheer Volksfest“ im Plattdeutschen Park in Franklin Square, L.I.
2006 im Juni wird die höchste Auszeichnung, die, die Arbeitsgemeinschaft der Gottscheer Landsmannschaften zu vergeben hat, an den jahrzehntelangen Vorsitzenden der Gottscheer Landsmannschaft in Klagenfurt und Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft, Dr. Viktor Michitsch im feierlichen Rahmen der 41. Gottscheer Kulturwoche überreicht. Vor ihm haben den Gottscheer Ehrenring, u. a. Dr. Maria Kundegraber-Lackner, Hermann Petschauer, Ludwig Kren, Ernst Eppich und Max Jaklitsch erhalten. Die letzte Ehrenringüberreichung erfolgt auf Antrag des Vereines Gottscheer Gedenkstätte an Albert Belay in New York.
2006 am 24. September feiert in Cleveland, Ohio, der Gottscheer Heimatchor sein 25jähriges Bestandsjubiläum.
2007 findet vom 22. bis 24. Juni in der Kurstadt Bad Aussee das 2. Internationale Gottscheer Treffen statt,
2007 ist für tausende, opferwillige Gottscheer und deren Nachkommen ein Gedenkjahr. In Graz-Mariatrost feiern am 28. und 29. Juli Gottscheer aus Europa und Übersee „40 Jahre Gottscheer Gedenkstätte“
2007 findet in Kitchener/Kanada vom 1. bis 3. September das 45. Nordamerikanische Gottscheer Treffen statt.
2008 findet vom 14. bis 15. Juni in Plochingen letztmalig das Bundestreffen der Gottscheer Landsmannschaft in Deutschland statt. Mangels eines Nachfolgers gibt der aus gesundheitlichen Gründen scheidende Vorsitzende Erwin Meditz schweren Herzens die Auflösung der Gottscheer Landsmannschaft Deutschland bekannt. Das Inventar der Gottscheer Stube (Gottscheer Museum) in Wildbad-Aichelberg, im nördlichen Schwarzwald, übernimmt die Gottscheer Gedenkstätte in Graz-Mariatrost und führt diese in einem eigens dafür geschaffenen Raum als „Gottscheer Stube Aichelberg“ weiter.
2008 am 12. Oktober feiert der Gottscheer Frauenverein in Cleveland das 80jährige Bestehen,
2009 erscheint im Eigenverlag der Gottscheer Landsmannschaft in Klagenfurt die 2. erweiterte Auflage des Kochbuchs „Da Khöscht ahoima in Göttschaab“ (Die Kost daheim in Gottschee) von Prof. Horst Krauland.
2009 wird mit einem Festakt am 6. Juni im Hotel Weitzer in Graz und einem Festgottesdienst am 7. Juni in der Gottscheer Gedenkstätte in Graz- Mariatrost das 90-Jahr Jubiläum der Gottscheer Landsmannschaft Graz würdig gefeiert.
2009 findet vom 19. bis 21. Juni in Bad Aussee, im geographischen Mittelpunkt Österreichs, das 3. Internationale Gottscheer Treffen statt. Viele Gottscheer aus den USA, Kanada, Deutschland und Österreich folgen dem Ruf von Karl Ruppe. Der rührige Landsmann aus der Salinenstadt, Besitzer vom Hotel-Restaurant-Cafe Gasthof Sonne hat im 1. Stock seines Hauses schon 2005 ein Gottscheer Museum eingerichtet, das auf seine Gäste eine enorme Anziehungskraft ausübt.
2009 am 6. September wird in Tschermoschnitz in der ehemaligen Gottscheer Moschnitze „500 Jahre Pfarrkirche Maria Himmelfahrt“ festlich begangen. Gottscheer aus Europa und Übersee feiern mit Bischof Glavan und Einheimischen den Festgottesdienst.
2009 am 13. September feiert der älteste Gottscheer Verein, der „Erste Österreichische Unterstützungsverein“ in Cleveland, Ohio, sein 120 jähriges Bestehen mit einem Kirchweihfest auf dem Klubgelände in Cleveland.
2009 am 18. Oktober feiert auch die Pfarrgemeinde Mosel im Gottscheer Unterland „500 Jahre Pfarrkirche St. Leonhard“
2009 im Oktober erscheint der Gottscheer Wandkalender (Herausgeber Verein Gottscheer Gedenkstätte Graz-Mariatrost) seit nunmehr 10 Jahren in ununterbrochener Reihenfolge.
2010 am 16. Jänner beschließt die Generalversammlung den Verein „Gottscheer Landsmannschaft in Graz“ mit 31. Jänner 2010 aufzulösen. Das Wappen, die Wimpel, Trachtenfiguren, Trachten und ein Teil der Bücher wird der Gottscheer Gedenkstätte zur Aufbewahrung im Archivraum übertragen. Das gesamte Aktenmaterial, einige Jahrgänge der Gottscheer Zeitung und Bücher werden vom Steiermärkischen Landesarchiv in den Bestand Gottschee“ übernommen
2010 am 18. April feiert der Gottscheer Männerchor in New York sein 100 jähriges Bestandsjubiläum.
2010 am 15. Mai wird im Kurmittelhaus - Vital in Bad Aussee die Gottschee-Ausstellung „Karl Ruppe“ feierlich eröffnet. Das penibel von Karl Ruppe im Hotel Sonne eingerichtete Gottschee Museum kann nach seiner Hotelschließung im „Vital“ für die nächsten drei Jahre (mit Option auf weitere Jahre) in einem würdigen Rahmen jederzeit besichtigt werden.
2010 am 16. Juli erscheint das Buch „Von der Drau zur Kulpa“ - ein Gottscheer Lesebuch von Ludwig Kren im Eigenverlag. Ein enorm großes Interesse erzwingt eine 2. und 3. Auflage des Buches im September und November 2010.
2011 am 30. März feiert die Gottscheer Landsmannschaft in Wien das 120jährige Bestandsjubiläum, begeht in New York der Fußballklub „Blau-Weiß Gottschee“ das 60jährige Gründungsjubiläum.
2011 im November /Dezember gedenken die Gottscheer der Umsiedlung aus ihrer über 600 Jahre angestammten ehemaligen Heimat Gottschee, die sich zum 70. Mal jährt.