Landsleute die wertvolle Arbeit

für die Gottscheer Arbeit für die Gottscheer Gemeinschaft,geleistet haben. 

Pfarer Heinrich Wittine aus Lichtenbach/Gottschee (1881–1977) war der Ideenträger für den Bau der Gottscheer Gedenkstätte in Graz-Mariatrost auf eigens gekauften Gottscheer Grund und Boden. Mit großer Hingabe setzte er sich nach der Vertreibung der Gottscheer für den Erhalt von Heimat, Glauben und Kultur ein. Unterstützung fand er bei vielen Landsleuten, die seine Idee begeistert mittrugen und durch Spenden sowie persönliche Mitarbeit halfen. Besonders wichtig war ihm, einen würdigen Ort der Erinnerung und Begegnung für kommende Generationen zu schaffen. Die Gedenkstätte sollte nicht nur an die verlorene Heimat erinnern, sondern auch den Zusammenhalt der Gottscheer Gemeinschaft stärken. Durch seinen unermüdlichen Einsatz wurde Heinrich Wittine zu einer bedeutenden Persönlichkeit der Gottscheer Nachkriegsgeschichte 

Fritz Högler, Oberlehrer aus Altlag/Gottschee (1888-1969) gefunden-Högler war Begründer der Gottscheer Zeitung im Jahre 1955 und Schriftleiter bis 1962-Im Jahre 1963 übernahm er die Schriftleitung der, Gottscheer Gedenkstätte", die er bis 1969 innehatte. Sein Spendenaufruf zur Gründung einer Gottscheer Gedenkstätte brachte einen in den kühnsten Träumen nicht vorhersehbaren durchschlagenden Erfolg. Mit den eingegangenen Spenden konnte ein Grundstück in Graz-Mariatrost erworben und schon 1966 mit dem Bau der Gedenkstätte begonnen werden. Fritz Högler lebte in Klagenfurt, war aber durch die Gottscheer Gedenkstätte Graz-Mariatrost untrennbar mit der Steiermark verbunden.

Alois Krauland aus Koflern (1901-1977) war Gründungsobmann des Vereines Gottscheer Gedenkstätte in Leoben. Ihm zur Seite standen der ehemalige Bürgermeister der Großgemeinde Mösel Johann Schemitsch, der Industrielle Alois Kresse aus der Stadt Gottschee, Gymnasialprofessor Josef Perz aus Lienfeld, Schuldirektor Heinrich Schemitsch und der damalige Kaplan und spätere Geistl. Rat Josef Seitz aus Malgern. Während der Obmannschaft von Alois Krauland wurde von 1966 bis 1967 die Gottscheer Gedenkstätte in Graz Mariatrost, mit Spenden von Landsleuten aus aller Welt, auf eigenem Grund und Boden errichtet und am 27. August 1967 dem hl. Apostel Bartholomäus geweiht. Mehr als 2000 Landsleute aus Europa und Übersee nahmen an dieser Festveranstaltung teil. Gedenktafeln mit mehr als 1200 Namen im Sakralraum erinnern an die Opfer der beiden Weltkriege, der Vertreibung und Flucht aus dem Umsiedlungsgebiet. Im Untergeschoß wurde ein Gottscheer Archivraum geschaffen und ein Gottscheer Museum eingerichtet 

OSR Heinrich Schemitsch aus Reintal (1915 - 1999) übernahm 1977 von Alois Krauland die Leitung des Vereines Gottscheer Gedenkstätte. In seiner 21 Jahre währenden Obmannschaft (1977 - 1998) wurde das Museum vergrößert und ein Stockwerk tiefer eine Gottscheer Bauernstube eingerichtet. Mit diesem Zubau war der endgültige Ausbau der Gottscheer Gedenkstätte vollzogen. Gottscheer Trachten, ein Modell der Stadtpfarrkirche Gottschee im Maßstab 1:50 zieren seither gemeinsam mit Tafeln ehemaliger Gottscheer Ortschaften, Gottscheer Heimatwerk, Haus- und Ackergeräten den Museumsraum. Das Archiv beinhaltet in Vitrinen das Gottscheer Literaturgut. OSR Heinrich Schemitsch wurde für seine Verdienste mit dem „,Großen Goldenen Ehrenzeichen des Landes Steiermark" und dem „Goldenen Ehrenzeichender Stadt Graz" ausgezeichnet.

Ing. Kurt Göbl

Ing. Kurt Göbl, geboren 1940 in Kapfenberg, war erfolgreicher Maschinenbauingenieur und langjähriger Vizebürgermeister der Marktgemeinde Wagna. Sein besonderes Engagement galt der Gottscheer Gemeinschaft.  Von 1998 bis 2009 stand er als Obmann dem Verein Gottscheer Gedenkstätte in Graz-Mariatrost vor. In dieser Zeit wurden die Gedenkstätte umfassend saniert, die Zusammenarbeit mit anderen Gottscheer Organisationen intensiviert und zahlreiche Heimatfahrten organisiert.  Für seine großen Verdienste um die Pflege des gottscheerischen Kulturerbes wurde Ing. Kurt Göbl mit mehreren Ehrenmitgliedschaften ausgezeichnet. Sein Wirken hat die Gottscheer Gemeinschaft nachhaltig geprägt. 

Geistl. Rat Josef Seitz aus Malgern (1932 - 2005) war nicht nur Gründungsmitglied des Vereines Gottscheer Gedenkstätte, sondern hat mit seinen Gottscheer Landsleuten von 1967 bis zu seinem allzu frühen Ableben die Festmessen bei den Gottscheer Wallfahrten in der Gottscheer Gedenkstätte Graz-Mariatrost gefeiert. Seine Predigten in Gottscheer Mundart werden allen unvergesslich bleiben.

Karl Ruppe, geboren 1946 in Bad Aussee Ehrenmitglied der Gottscheer Gedenkstätte Graz - Mariatrost und der Gottscheer Landsmannschaft Klagenfurt. Träger des goldenen Ehrenzeichens des Landes Steiermark.  Auf seine Initiative wurde im geographischen Mittelpunkt Österreichs, im Kurpark zu Bad Aussee ein Gottscheer Gedenkstein zur Aufstellung gebracht. Sein kleines penibel eingerichtetes Gottscheer Museum in seinem Hotel Sonne in Bad Aussee zieht nicht nur seine Gottscheer Landsleute an. Besonderen Anklang, nicht nur bei seinen Landsleuten, sondern auch im Kulturbereich des Ausseerlandes, haben die von Ruppe organisierten, 8 Internationalen Gottscheer Treffen und 3 Gottscheer Aufstellungen in Bad Aussee" gefunden.

OSR Karl Schemitsch, geboren 1925 in Reintal Nr. 8, war Ehrenmitglied des Vereines Gottscheer Gedenkstätte und ein bedeutender Gottscheer Heimatdichter. Zu seinen wichtigsten Werken zählen die Gedichtbände „Ahoimə – Daheim in Gottschee“ und „Dar spuǝtə Herbischt“ (gemeinsam mit Bernhard Hönigmann, Hilde Otterstädt-Erker, Richard Lackner und Ludwig Kren). Weiters veröffentlichte er „Shö is Prach – Bräuche in Gottschee“, „Das war Gottschee – This was Gottschee“ sowie „Schicksal der Gottscheer“ und „Gedanken wandern nach Gottschee“. Für seine kulturellen und öffentlichen Verdienste erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten, das Große Ehrenzeichen des Kärntner Bildungswerkes sowie das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. 

OSR Ludwig Kren, geboren 1920 in Mitterdorf Nr. 15 war 25 Jahre! Schriftleiter der „Gottscheer Zeitung" Neben dieser Tätigkeit arbeitete er an verschiedenen Publikationen mit bzw. hatte deren Schriftleitung, wie z.B., Gottscheer Festbuch 1980", Festschrift,35 Jahre Gottscheer Landsmannschaft Deutschland", Festschrift,100 Jahre Gottscheer Landsmannschaft Wien, 1991". Die Jugendgruppe des „Gottscheer Altsiedler Vereines in Pöllandl" hat ungemein von seinen dort abgehaltenen Unterrichtsstunden, in Deutsch und Gottscheerisch, profitiert.  OSR-Kren ist Ehrenmitglied der GLM Klagenfurt, der GLM Wien, der GLM Deutschland, der Kärntner Landsmannschaft und der Gottscheer Relief Association in New York. 1991 wurde OSR-Kren mit dem „Großen Goldenen Ehrenzeichen des Landes Kärnten" ausgezeichnet, Die Arbeitsgemeinschaft der Gottscheer Landsmannschaften ehrte ihn mit dem Gottscheer Ehrenring.

OSR Hermann Petschauer aus Pöllandl (1906-1995) Die Bemühungen, eine Gedächtnisstätte für die Gottscheer zu errichten unterstützte Petschauer nachhaltig. Mit seiner Hilfe und seinem Einsatz ist es der Gottscheer Landsmannschaft in Klagenfurt gelungen, die Schlosskirche in Klagenfurt-Krastowitz 1962 als Gottscheer Gedächtnisstätte zu gewinnen und auszugestalten. Im Jahre 1966 hat OSR Hermann Petschaauer zur 1. Gottscheer Kulturwoche aufgerufen, die seither alljährlich in Klagenfurt stattfindet. Gottscheer Sing und Trachtengruppe Klagenfurt 1957 gegründet, feierten die Mitglieder der Sing- und Trachtengruppe im Jahre 2007 ihr 50jähriges Bestandsjubiläum. Unter der Leitung von Erwin Michitsch erfreuen sie ihre Landsleute mit unvergesslichen Gottscheer Liedern.

Viktor Stalzer aus Reichenau (1920-2005) 1952 Mitbegründer der Gottscheer Landsmannschaft in Kärnten-jahrelang Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der GLM Klagenfurt. Für seine Verdienste wurde er vielfach geehrt: Ehrenmitglied der GLM Klagenfurt, Ehrenmitglied der GLM in Deutschland, Ehrenrat der Gottscheer Relief Ass. in New York - Vom Land Kärnten erhielt er das,,Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten" und den Kärntner Lorbeer in Gold mit Brillanten 

 Amalia Erker aus Ebental (1891-1977) hat von 1957 an, mehrere Jahre den Gottscheer Chor in Klagenfurt geleitet, aus dem dann die Gottscheer Sing- und Trachtengruppe Klagenfurt hervorgegangeni st. Viele Gottscheer Mundartlieder sind in Text und Satz ihrer Feder entsprungen z.B.:,, Pain Roashnprünn, Ründüm hent Parga", „Pfiat di Gött dü autǝ Hoimöt",,,Heimatglocken 

 Dipl.-Ing. Karl Hönigmann (1938–2024) aus Altlag

Karl Hönigmann wurde am 26. Februar 1938 in Altlag geboren. Nach Umsiedlung, Flucht und Vertreibung fand seine Familie in Niklasdorf eine neue Heimat. Der Vater überlebte das Lager Sterntal und kehrte später zur Familie zurück. Nach der Matura und dem Studium an der Technischen Universität Graz war er beim Österreichischen Verbund in leitender internationaler Funktion tätig.

Als langjähriger Vorsitzender der Gottscheer Landsmannschaft Wien und der Arbeitsgemeinschaft der Gottscheer Landsmannschaften setzte er sich unermüdlich für die Anliegen der Gottscheer ein und pflegte die Verbindung zu den Altsiedlern in Slowenien. Für seine Verdienste erhielt er 2016 das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich.

Max Jaklitsch, geboren 1921 in Reintal war der Erste, der nach dem Zweiten Weltkrieg den Zusammenschluss der Gottscheer Gemeinschaft organisiert und eingeleitet hat. Die Landesgruppe Bayern stand Jahrzehnte hindurch unter seiner Leitung. Jaklitsch war auch Vorsitzender der Gottscheer Landsmannschaft Deutschland, Mitbegründer des Kulturfonds und Mitbegründer der Arbeitsgemeinschaft der Gottscheer Landsmannschaften, die am 14. August 1960 in Ulm ins Leben gerufen wurde. Besonders verdient gemacht hat sich Max Jaklitsch als Initiator, Organisator und Herausgeber der Festschrift,,35 Jahre Gottscheer Landsmannschaft in Deutschland", wie auch der Schriftenreihe Gottschee 1930-1941 und 1990-1994". Für seine Verdienste wurde Max Jaklitsch am 25. Juni 2006 mit dem Gottscheer Ehrenring ausgezeichnet.

Richard Lackner, geboren 1919 in Obermösel Bereits von Jugend an hat sich Richard Lackner für das Gottscheer Volkstum eingesetzt. Er war Vorsitzender der Gottscheer Landsmannschaft Deutschland von 1968-1971 und 1976-1982 Ehrenvorsitzender der bundesdeutschen Landsmannschaft. Verfasser der,,Festschrift 640 Jahre Gottschee" und zahlreicher Gedichte. Die graphische Stilisierung des allgemein verwendeten Gottscheer Wappens stammt von ihm, ebenso war er Mitgestalter des Gottscheer Brunnens in Wildbad-Aichelberg. Die Gottscheer Landsmannschaft in Deutschland hat Richard Lackner den Ehrenvorsitz übertragen. Von der Arbeitsgemeinschaft der Gottscheer Landsmannschaften wurde er mit dem goldenen Ehrenzeichen geehrt.

Richard Lipowitz, geboren 1913 in Suchen war Vorsitzender der Gottscheer Landsmannschaft Deutschland von 1971-1976. Am Ortsrand von Aichelberg im Schwarzwald hatte Richard Lipowitz, Förster in Aichelberg im Auftrag der Gemeinde einen Spiel- und Wanderrastplatz anzulegen. Bei diesen Arbeiten stieß er auf alte hölzerne Wasserrohre und eine Quelle. Dies brachte ihn auf die Idee, einen Brunnen zu errichten, zum Gedenken an die verlorene Heimat Gottschee. Er konnte die Behörden für den Plan gewinnen. Im Juli 1977 wurde der Gottscheer Brunnen, die Gedenkstätte in Deutschland, feierlich geweiht.

Erwin Meditz, geboren 1934 in Tappelwerch 1978 Kassenführer der Landesgruppe Nord-West. Bald danach Schriftführer der bundesdeutschen Landsmannschaft. 1992 2. Vorsitzender und anschließend von 1994 bis 2008 Vorsitzender der Gottscheer Landsmannschaft in Deutschland. Für sein ehrenamtliches Engagement und seine Verdienste um die Gottscheer Gemeinschaft wurde Erwin Meditz mit dem silbernen und goldenen Ehrenzeichen der Arbeitsgemeinschaft der Gottscheer Landsmannschaften ausgezeichnet. Seit 2002 ist er Ehrenmitglied der GLM in Klagenfurt und seit 2004 Ehrenmitglied der Gottscheer Landsmannschaft in Deutschland.

Ernst Stalzer aus Nesseltal (1912-2001) Gründungsmitglied der Landesgruppe Bayern der Gottscheer Landsmannschaft in Deutschland. Nach 15jähriger gewissenhafter Führung der Vereinskasse der Bundeslandsmannschaft hat er 1992 den Vorsitz der Landesgruppe Bayern übernommen. Unter seinen zahlreichen Dokumentationen ist die von ihm verfasste mehrbändige Chronik seiner Heimatgemeinde Nesseltal besonders hervorzuheben. Sie ist ein bedeutendes Dokument für die Nachwelt. Ernst Stalzer wurde für seine besonderen Leistungen schon im Jahre 1979 die Ehrenmitgliedschaft der Gottscheer Landsmannschaft in Deutschland verliehen. Die Arbeitsgemeinschaft der Gottscheer Landsmannschaften zeichnete Ernst Stalzer mit dem Gottscheer Ehrenzeichen in Gold aus.